Elterninformationen


Die folgenden Informationen stammen aus der Satzung der DPSG und stellen die Grundlagen unserer Pfadfinderischen Arbeit dar.

Selbstverständnis der Wölflinge

Selbstverständnis der Jungpfadfinder

Selbstverständnis der Pfadfinderstufe

Selbstverständnis der Roverstufe



Selbstverständnis der Wöflinge

Wölflinge sind Kinder im Alter von 8-10 Jahren. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Stufe tragen sie den Wolfskopf als Aufnäher auf der Klappe der linken Brusttasche ihres Klufthemdes.
Gemeinsam mit dem Leitungsteam bilden rund 20 Kinder eine Meute. Fünf oder sechs Wölflinge schließen sich zu einem Rudel zusammen und wählen einen Leitwolf. Der Leitwolf vertritt das Rudel im Meutenrat, in dem sich die Leitwölfe aller Rudel mit einem Mitglied des Leitungsteams treffen, um Wünsche und Vorschläge der Wölflinge zu beraten.
In diesem Alter sind sie Forscher, Entdecker, Kundschafter und Kritiker. Sie wollen ihre Welt auch außerhalb des Elternhauses spielerisch entdecken. Für die Wölflinge geht es dabei um viele Dinge, die sich in der DPSG mit den vier Entdeckungsbereichen umschreiben lassen:

Wir schauen hinter die Dinge

Wir laufen mit offenen Augen durch die Welt und stecken unsere Nase überall hinein. Wir sind neugierig und wollen alles wissen. Unbekannte und abenteuerliche Orte werden von uns erforscht. Den Geheimnissen der Natur sind wir auf der Spur. Wir sind gespannt was andere uns erzählen, und hörn genau zu. So finden wir heraus, was für uns wichtig ist. Dinge, die uns ärgern, versuchen wir zu ändern.

Wir finden Freundinnen und Freunde

Wir halten zusammen und sind aufmerksam füreinander. Jeder von uns kann etwas besonders gut, und wir freuen uns darüber. Wir verstehen Spaß und wollen auch anderen Freude machen. Wenn es Streit gibt, wollen wir versuchen, ihn fair zu lösen und uns wieder vertragen. Auch außerhalb der Meute suchen wir Freundinnen und Freunde und achten dabei besonders auf Schwächere.

Ich finde zu mir selbst

In der Meute kann ich herausfinden, was ich selbst alles kann. Ich kann neues ausprobieren, eine Meinung sagen und das Programm der Meute mitbestimmen. Wenn es schwierig wird, stecke ich nicht gleich zurück. Mir hilft es, wenn wir uns in der Meute zusammensetzen und darüber nachdenken, was wir gemacht haben.

Wir erfahren, dass Gott für uns da ist

Bei unseren Entdeckungen lernen wir Menschen kennen, für die Jesus wichtig ist. Wir hören von Jesus und seinen Freundinnen und Freunden aus Erzählungen. Manches haben wir auch schon erlebt, aber vieles bringt uns zum Staunen.
Durch Jesus lernen wir Gott kennen, der sich um uns und die ganze Welt sorgt. Unsere schönen und traurigen Erlebnisse erzählen wir uns und Gott. Beim Beten und im Gottesdienst vertrauen wir ihm an, worauf wir uns freuen und wovor wir Angst haben. So wie Jesus wollen wir auch leben.
zurück


Selbstverständnis der Jungpfadfinder

Jungpfadfinder sind Kinder im Alter von 11-13 Jahren. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Stufe tragen sie ein blaues Halstuch und eine blaue Lilie als Aufnäher auf der Klappe der linken Brusttasche ihres Klufthemdes.
In der Jungpfadfinderstufe bilden alle Kinder einen Trupp. Ein Trupp besteht dabei aus zwei bis vier Sippen mit jeweils fünf bis sieben Mitgliedern. Jede Sippe wählt einen Sippensprecher, den Kornett, der die Kleingruppe im Trupprat vertritt. Dem Trupprat gehören die Kornetts und ein Mitglied des Leitungsteams an.
Im Jungpfadfindertrupp können die Kinder erfahren, was es heißt, in der Gruppe zu leben. Sie lernen:
  • sich auseinander zu setzten
  • miteinander umzugehen
  • voneinander zu lernen
  • einander zu akzeptieren
  • aufeinander Rücksicht zu nehmen

Dabei steht der Spaß am Zusammenleben im Vordergrund.

Schwerpunkt des gemeinsamen Erlebens ist bei den Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfindern das Abenteuer. Stück für Stück erobern sie ihre Welt, schauen hinter die Dinge und erfahren ihre Grenzen.
Pfadfinderische Erziehung bedeutet Erziehung zu zunehmender Selbstbestimmung. Das heißt für Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder: Sie bestimmen das Truppleben und die gemeinsamen Unternehmungen immer mehr mit und gewinnen dadurch eine eigene Sicht der Dinge. Jungpfadfinder in der DPSG lernen, ihre Wünsche durch- und umzusetzen und dafür Verantwortung zu tragen. Sie nehmen Einfluss auf ihr Umfeld und ihre Lebenswelt.
Bei all diesen Erfahrungen stehen ihnen die Leiterinnen und Leiter als Wegbereiter zur Seite. Das Leitungsteam fördert Mut, offen über Träume und ängste, Pläne und Hoffnungen zu sprechen und unterstützt die Kinder in ihrer Entwicklung.
zurück


Selbstverständnis der Pfadfinderstufe

Pfadfinder sind jugendliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder zwischen 14-15 Jahren. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Stufe tragen sie ein grünes Halstuch und eine grüne Lilie als Aufnäher auf der Klappe der linken Brusttasche ihres Klufthemdes. In der Pfadfinderstufe bilden alle Jugendlichen einen Trupp. Der Trupp setzt sich aus mehreren Runden mit jeweils fünf bis acht Mitgliedern zusammen. In jeder Runde wird ein Sprecher gewählt, der die Runde in wichtigen Angelegenheiten im Trupprat vertritt. Dem Trupprat gehören alle Rundensprecher sowie ein bis zwei Vertreter des Leitungsteams an.

Pfadfinder sind Unternehmer !

"Wage es, deinen Lebensstil zu finden, bekämpfe nicht Deine Träume" heißt die Aufforderung an die Jugendlichen. In ihrem Trupp erfahren sie Rückhalt und werden zugleich herausgefordert, ihre Träume und Ideen umzusetzen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Situation, ob allein oder in der Gruppe, ermutigt zum Handeln und stärkt die Freude an der Entscheidung.

Im Mittelpunkt der Pfadfinderstufe steht das Unternehmen.

Das ist für Pfadfinder ein außergewöhnliches Abenteuer dessen Zielpunkt neuartig ist das deutliche Forderungen an alle individuellen Fähigkeiten stellt.
Beim Unternehmen werden eingetretene Pfade verlassen und neue gefunden, indem die Jugendlichen ihre Fähigkeiten einsetzen, um ihre Träume zu verwirklichen. Einfallsreichtum und Kreativität werden dabei keine Grenzen gesetzt: Egal, ob die Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit einem Straßentheater über Umweltschutz informieren oder eine Trekkingtour durch Island planen - auf den Einzelnen in der Gruppe kommt es an: Jeder bringt individuelle Kenntnisse und Fähigkeiten ein.

Die Erziehung zur Verantwortung spielt in der Pfadfinderstufe eine wichtige Rolle:

Der Pfadfindertrupp bestimmt sein Programm selbst. Pfadfinderinnen und Pfadfinder übernehmen Verantwortung für sich und andere und lernen, zu ihren Entscheidungen zu stehen.

Leiterinnen und Leiter begleiten die Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Ermutigen, nicht bremsen, fördern, nicht hemmen, ernstnehmen, nicht mißachten sind die vordringlichen Aufgaben des Leitungsteams in dieser Alterstufe. Leiterinnen und Leiter werden in der Pfadfinderstufe immer mehr zu Freunden und Partnern. "Leiten mitten im Trupp" heißt das Leitungsverständnis in der Pfadfinderstufe.
zurück


Selbstverständnis der Roverstufe

Rover sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16-21 Jahren. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu ihrer Stufe tragen sie ein rotes Halstuch und eine rote Lilie als Aufnäher auf der Klappe der linken Brusttasche ihres Klufthemdes.
Zwischen sieben und zwölf Rover bilden in der Regel eine Runde. In Absprache mit dem Stammesvorstand suchen sich die Runden ihre Leiterinnen und Leiter selbst aus. Jede Roverrunde wählt eine Rundensprecherin und einen Rundensprecher, die ihre Gruppe im Roverrat des Stammes, in der Stammesversammlung sowie gemeinsam mit der Roverleitung auf Bezirksebene vertreten
An der Schwelle zum Erwachsensein stehen die Roverinnen und Rover, die Mitglieder der ältesten Stufe der DPSG. Berufeinstieg oder Abitur und Studium, eigene Wohnung oder weiter im Elternhaus leben, Wehrdienst oder Zivildienst, Partnerschaft oder Single sein? Wie sieht die Zukunft aus, wie steht es um meinen Glauben? Das sind zentrale Fragen der Jugendlichen.

Rovergruppen bieten Rückhalt

und die Chance, in der Auseinandersetzung mit anderen selbständigen Antworten auf diese Frage zu finden. Erwachsene begleiten die jungen Leute mit Rat und Tat. Sie sehen ihre Aufgabe vor allem darin, die Persöhnlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu fördern und ihre Entscheidungsfreude zu stärken. Denn Roversein heißt mehr als nur eigene Probleme zu diskutieren.

Rover sind "unterwegs"

"Unterwegs sein" bedeutet auch: Raus aus dem Haus, ab auf die Straße und da hin, wo auch immer es was zu erleben - sehen - hören - tun gibt.

Rovergruppen bieten Raum für Experimente

Ob im Engagement für eine gute Sache (z.B. für einen unserer Partnerverbände in Bolivien, für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt oder im Bereich der Behindertenarbeit) oder auf Reisen: Immer haben Rovernnen und Rover die Chance, sich selber in neuen Situationen auszuprobieren. Es gibt viel Raum für Spaß miteinander, Zeit zum Ideen- und Träumespinnen. So kann es den Roverinnen und Rovern gelingen, sich über ihre eigenen Vorstellungen von Gesellschaft und Leben klar zu werden und etwas daraus zu machen. Roverinnen und Rover lernen sich und Menschen aus anderen Kulturen kennen und organisieren ihre Abenteuer selbst

Rover tun auch etwas für sich

Warum nicht beispielsweise eine dreiwöchige Reise nach Kanada unternehmen, mit 500 Euro in der Tasche, viel Organisations- und Improvisationstalent und einer Portion Mut im Gepäck? Worauf es ankommt ist: Alles ist denkbar und machbar! Dabei finden sie sich auf den Spuren Baden-Powells, dem Gründer der Pfadfinderbewegung: "Ich habe mich immer daran gehalten, dass, wenn der richtige Geist vorhanden ist, es möglich ist, das "un" aus dem Wort "unmöglich" herauszuwerfen."
zurück